das Ziel
Das pädagogisches Konzept
zur Kindergartenarbeit
 
 
  1. Ziel des Kindergartens im Dorf Jabang Village:

    Durch den regelmäßigen Besuch des Kindergartens findet, unter Einbeziehung der englischen Sprache eine Befähigung und Vorbereitung zur Schule statt. Mit spielerischen und kleinkindgerechten Inhalten soll unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten eine optimale Erziehung gestaltet werden. Die Einbindung von kulturellen Traditionen hat dabei einen besonderen Stellenwert. Die Förderung von Gemeinschaftssinn und Verantwortungsbewusstsein wird in Sport, Spiel und Bewegung eingeübt, dabei ist das physische und psychische Wohlbefinden des Kindes ausschlaggebend. Einen wichtigen Baustein des Kindergartenkonzepts stellt die Elternarbeit dar, durch die es den Eltern ermöglicht wird die verschiedenen Entwicklungsschritte ihrer Kinder nachzuvollziehen.

  2. Rahmenbedingungen:

    Rahmenbedingungen zum Kindergartenbetrieb sind:

    Eine liebevolle und gewaltfreie Atmosphäre, damit die Kinder gerne kommen und sie befähigt werden, Freude am Lernen zu entwickeln. Die Lehrer/Erzieher als Vorbild zeichnen sich durch eigenverantwortliches Handeln, viel Einfühlungsvermögen und Geduld aus. Der Stundenplan kann im Team entwickelt werden, sollte jedoch unter Berücksichtigung der individuellen Förderung des einzelnen Kindes flexibler gehandhabt werden als in der Schule.

  3. Methoden:

    Als Grundlage für das pädagogische Arbeiten werden im Team klare und einheitliche Zielvorstellungen formuliert, die in verschiedenen Einheiten geplant werden. Voraussetzung dafür sind regelmäßige Lehrer-/Erzieherbesprechungen in denen eine detaillierte Vorbereitung der einzelnen Unterrichtsinhalte stattfindet. Des weiteren ist eine Nachbereitung des Unterrichts notwendig. In der Reflektion werden Methodik und Didaktik der Unterrichtseinheiten weiterentwickelt. Außerdem sollen im Team Fallbesprechungen stattfinden, um Kindern in einer besonderen Situation mit individueller Unterstützung gerecht zu werden. Außergewöhnliche Situationen können eine besonders schwierige Familienstruktur, Krankheit, Behinderung, Über- oder Unterforderung, etc. sein. Im Team müssen ein offener und ehrlicher Umgang miteinander, sowie der Bereitschaft zur Flexibilität und Weiterbildung selbstverständlich sein. Damit die Arbeit des Kindergartens tatsächlich ein integrativer Bestandteil des Dorfes ist, muss den Eltern die Möglichkeit gegeben werden, das Konzept des Kindergartens schrittweise nachzuvollziehen. Ein "Tag der offenen Tür", Elternabende, Kindergartenfeste und Veranstaltungen für Eltern können mögliche Instrumente sein, um den Eltern ein realistisches Bild der erzieherischen Tätigkeit zu vermitteln und ihr Verständnis für die Kindergartenarbeit zu wecken.
    Ein Projekt in Kooperation mit den Eltern könnte z.B. die gemeinsame Bestellung und Ernte eines Nutzgartens auf dem Kindergartengelände sein, der auch für die unterschiedlichsten Unterrichtsbereiche Anschauungsmaterial liefert.

  4. Inhalte:

    Bei der Vermittlung der unten aufgeführten Inhalte ist die Förderung von Kreativität, Flexibilität und Phantasie stets zu berücksichtigen. Von elementarer Bedeutung ist bei aller Wissensvermittlung die Förderung des Sozialverhaltens, die Achtung von Mensch, Tier und der Natur. Die Kinder sollen nicht nur durch Wissen bereichert werden, sie sollen sich auch untereinander kennen und schätzen lernen, damit auch Hilfsbereitschaft und Verständnis vermittelt werden kann.


     Traditionelle Werte:
    • Rhythmik/Musik
    • Singen/Trommeln/Tanzen
    • Märchen erzählen
    • Religion
    • Familie
    • Bastelarbeiten: z.B. afrikanische
      Tiere aus Pappmaché, z.B. Basteln
      mit Naturmaterialien
    • Alltagssituationen: z.B. Ausflüge
      wie Marktbesuch
     Sport / Spiel:
    • Schwimmen
    • Fahrrad fahren
    • Ballspiele
    • Teamspiele
    • laufen, springen
    • fangen, werfen
     Schulisches Wissen:
    • Buchstaben
    • Zahlen
    • englische Sprache
    • Formen und Farben
    • Tier- u. Pflanzenwelt
    • Umweltpädagogik
    • mathematische Grundlagen
    • Religion
     Medizinische Inhalte:
    • Trinkwassernutzung
    • Hygiene nach WC-Besuch
    • Körperhygiene
    • Kleidungspflege
    • Malaria
    • Erste Hilfe Aspekte


  5. Abläufe:

    Aufgenommen und gefördert werden Kinder drei Jahre lang zwischen ihrem vierten und siebten Geburtstag. Danach beginnt die Grundschule. Das erste KG Jahr ist der traditionellen Kindergartenarbeit mit begleitender Einführung in die englische Sprache gewidmet. Die restlichen zwei Jahre haben Vorschulcharakter und werden zunehmend nach erarbeiteten " Stundenplänen " gestaltet. Das Kindergartenjahr richtet sich nach staatlichen Zeitvorgaben für Schulen und wird in Tertiale mit Ferienzeiten dazwischen eingeteilt.