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Verein für Gambia gegründet |
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Geschrieben von: WAZ-Ortsbeilage
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Sonntag, den 21. Februar 1999 um 00:00 Uhr |
Vorstand gewählt - Kindergartenprojekt braucht Paten Die Gründung des gemeinnützigen Vereins "Kindergarten in Gambia - Partner für Afrika e.V." ist erfolgt.
An der Gründungsversammlung nahmen 28 Personen teil, überweigend Lindener Bürger. Der Zweck dieses neuen Vereins ist es, wie die Stadtteilzeitung schon berichtete, im afrikanischen Gambia - das kleinste Land des riesigen Kontinents - einen Kindergarten zu errichten und den Betrieb zu finanzieren. Dieser Kindergarten mit Vorschulcharakter soll der Förderung der allgemeinen Bildung durch frühkindliche Erziehung dienen. Die Erziehung soll gleichzeitig durch besondere Pflege der Gesundheit ergänzt werden. Die pädagogische, gesundheitspflegerische und organisatorische Projektarbeit und das Verständnis afrikanischer Kultur sollen durch die Bereitstellung einer Aufenthaltsmöglichkeit am Kindergarten für Besucher von Mitgliedern, Paten und Studierenden unterstützt werden.
Mitglied des Vereins kann jeder werden, jedoch wird aktive Mitarbeit zur Förderung des Vereins vorausgesetzt. Am Gründungstag letzten Montag wählten 21 Mitglieder folgenden Vorstand für drei Jahre: 1. Vorsitzender: Ralf Dippel, 2. Vorsitzende und zugleich Schriftführerin: Gertrud Groll, Schatzmeisterin: Gaby Feller, "Mutter des Projektes."
In den Beirat wurde als Koordinator zwischen Bochum und Gambia (Geschäftsführer für Gambia) Ernst Feller gewählt, der auf eine 18jährige Erfahrung mit dem "Kindergarten Wattenscheid in Gambia" zurückblicken kann. Weitere Beratungsmitglieder: Öffentlichkeitsarbeit: Heiko Gruber; Beschaffung und Versand: Gaby Feller, Bauwesen: Ernst Feller und Gido Hülsmann; Pädagogik: Claudia Kabuth; Gesundheitsfragen: Angelika Hülsmann; Jugendbeauftragte: Salomé Groll; Paten- und Praktikantenreisen nach Gambia: Gaby Feller; Protokoll: Kristina Scholz; EDV-Organisation: Martin Hasselmeier.
Wenn die finanzielle Basis geschaffen ist, wird ein kleines Dorf in Gambia ausgesucht, wo der Kindergarten Linden gebaut werden soll. Möglichst alle dort lebenden Kinder sollen eine Aufnahme finden. Das Grundstück stellt der Staat Gambia kostenlos zur Verfügung. Schulen gibt es in den Dörfern nicht, ebenso fährt kein Schulbus bis zur nächsten Stadt.
Unter Kindergarten versteht man in Gambia auch Vorschule und Grundschule. Gesetzlich ist die Schulpflicht von sieben bis zwölf Jahren, aber teilweise stehen weder Gebäude noch Tische oder Stühle zur Verfügung. Rund 150 Paten sucht der Verein noch, die das Projekt unterstützen. Kontaktadresse: Gaby und Ernst Feller, Tel. 470635. Für kommenden Montag ist in der Gaststätte "Simplon", Poststr. 43, der erste öffentliche Stammtisch des Vereins vorgesehen. (Mahü) |
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Geschrieben von: WAZ-Ortsbeilage
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Samstag, den 09. Januar 1999 um 00:00 Uhr |
Kindergartenprojekt in Gambia - Vereinsgründung Der Name des Bochumer Ortsteil Linden soll demnächst in den afrikanischen Erdteil getragen werden und zwar in ein Dorf im westafrikanischen Staat Gambia.
Hier ist ein gemeinnütziges Entwicklungshilfeprojekt in Form eines Kindergartens geplant, der den Namen "Linden" tragen soll. Etwa 180 bis 200 Mädchen und Jungen sollen hier auf die Grundschule und ihr späteres Leben vorbereitet werden. Die Planungen sehen vor, drei Jahrgänge mit je zwei Altersgruppen in dem Kindergarten aufzunehmen, die von zehn bis zwölf Erzieherinnen betreut werden sollen.
Der Kindergarten soll in afrikanischer Lehmbauweise mit Reedeindeckung der einheimischen Baukultur angepaßt werden. Diese Bauart - statt Hohlblocksteine und Wellblech - spart auch Kosten. Investitionen in den Jahren von 2000 bis 2003 sind jährlich von ca. 40.000 DM erforderlich, dazu kommen monatliche Betriebskosten von ca. 2500 DM.
Der Name eines gemeinnützigen Vereins, der das Projekt mit Hilfe der Bürger verwirklichen möchte, steht auch schon fest: Kindergarten "Linden" in Gambia - Partner für Afrika e.V. (in Gründung). Die Gründungsversammlung wird am 18. Januar sein, Vorbereitungen laufen bereits seit dem 10. Dezember mit über zehn Mitgliedern. Wenn der finanzielle Rahmen stimmt - 160 Paten werden noch gesucht -, soll im November der Grundstein in Gambia gelegt werden.
Daß alles schon bis ins kleinste Detail vorbereitet wurde, ist der Arbeit von Gaby und Ernst Feller aus Linden zu verdanken. Das Ehepaar war bis vor kurzem aktiv im Vorstand eines gleichartigen, gemeinnützigen Vereins - gegründet 1980 - tägig, welcher den Namen "Kindergarten Wattenscheid in Gambia" trägt. Weiterer Bericht folgt. (Mahü) |
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Solaranlage spendet Strom für Kindergarten / WAZ vom 07.03.2002 |
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Geschrieben von: Manfred Hülsmann
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Donnerstag, den 07. März 2002 um 16:00 Uhr |
Premiere im gambianischen Dorf
Jabang/Linden. Für das Dorf Jabang im westafrikanischen Gambia war es eine Sensation: Der neue Kindergarten, erbaut vom Verein "Kindergarten Linden in Gambia - Partner für Afrika e.V.", erhielt elektrisches Licht.
Der Einsatz eines Solarmoduls machte diese Premiere möglich. Lang war der Weg von der Zusage der Spende, die Bestellung über den Fachhandel bis zur Aufstellung der Solarstrommodule und die damit verbundene nachträgliche elektrische Installation in den Räumen des Kindergartens.
Schon im Juli des vergangenen Jahres gingen die Solarzellen mit dem Ständerwerk, sechs Batterien, mehrere elektrische Schaltschränke und viele Meter Erd- und Feuchtraumkabel in einem Container auf Seereise gen Süden. Ein zwei Meter hoher Zaun zum Schutz der Anlage gehörte ebenfalls zum Inhalt des Behälters.
Als im vergangenen September der zweite Bauabschnitt des Kindergartens übergeben wurde, gehörten zur Bauabnahme auch die Fundamente für die Solaranlage und für den Zaun sowie ein Schalthaus. Von hier aus werden die Gebäude mit Strom versorgt. In den Abend- und Nachtstunden übernehmen sechs Batterien, die am Tage aufgeladen werden, die Stromversorgung.
Zehn Solarstrommodule, mit zehn Grad Neigung installiert, spenden 1000 Watt. Ihre Lage ist flacher als in Europa, und sie sind in Ost-West-Achse ausgerichtet. Denn die Sonne steht in Äquatornähe in einem anderen Winkel am Himmel. Zum Einsatz kommen gespendete Energiesparlampen. Noch sind nicht alle Gebäude angeschlossen, die Zeit reichte nicht aus. Drei Vereinsmitglieder haben in vierzehn Tagen die Anlage aufgestellt und Kindergartenräume elektrisch nachgerüstet. Im freien Handel wird eine solche 1-KW-Solaranlage für rund 7500 Euro angeboten.
In den Abendstunden werden jetzt im Kindergarten Jabang Nähkurse für Dorfbewohner angeboten. Zehn gespendete, fußbetriebene Nähmaschinen aus Bochum stehen zur Verfügung. Das Interesse ist groß, jedoch reichen die Nähmaschinen nicht aus. Einigen Frauen wird als Ersatz das Stricken vermittelt. Hierfür sucht der Verein noch Stricknadeln und Wolle. Info bei Familie Feller, Tel. 470635.
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