| Die Armut ist allgegenwärtig / WAZ vom 20.02.2003 |
| Geschrieben von: LOKALAUSGABE / BOCHUM |
| Donnerstag, den 20. Februar 2003 um 16:00 Uhr |
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Fotografin Anja Micke begleitete Kindergarten-Hilfsprojekt in Gambia Linden/Querenburg. "Viele dunkelhäutige Kinder drücken einem den Arm und wundern sich, dass man mit solch einer Hautfarbe überleben kann." Das erzählt lachend die Bochumer Fotografin Anja Micke, die das Hilfsprojekt "Kindergarten Linden in Gambia" fotografisch begleitet hat. 16 großformatige Farbbilder der 33-Jährigen sind ab sofort für drei Monate in der Studentenkneipe "Le Clochard" am Buscheyplatz zu sehen (geöffnet an Wochentagen ab 16, samstags und sonntags ab 11 Uhr). Zur Ausstellungseröffnung am vergangenen Sonntag kamen immerhin 80 Besucher. "Anja Micke hat unser Projekt und das Land auf faszinierende Weise dokumentiert", lobt Ralf Dippel, Vorsitzender des Kindergarten-Vereins. Bekanntlich werden im Dorf Jabang (2500 Einwohner) mittlerweile rund 150 Mädchen und Jungen betreut. Für Anja Micke, die zahlreiche Veranstaltungen in Bochum, aber auch die ukrainische Partnerstadt Donezk mit der Kamera eingefangen hat, präsentierte sich Gambia als ein Land der Gegensätze. "Es ist touristisch erschlossen, doch die Armut ist allgegenwärtig." Dabei sei man ihr allerorten mit großer Herzlichkeit begegnet. Wie berichtet, wurde allein im letzten Jahr für 40 000 Euro im "Kindergarten Linden" gebaut. Eine Solaranlage liefert elektrischen Strom, Sanitäranlagen wurden geschaffen; ebenso eine Ambulanz, eine Werkstatt und ein Ruheraum. Möglich machen das unter anderem 210 Paten in Bochum, die den Verein monatlich mit einem festen Geldbetrag unterstützen. Info: Gaby und Ernst Feller, 47 06 35. FraG |