| Solaranlage spendet Strom für Kindergarten / WAZ vom 07.03.2002 |
| Geschrieben von: Manfred Hülsmann |
| Donnerstag, den 07. März 2002 um 16:00 Uhr |
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Premiere im gambianischen Dorf Jabang/Linden. Für das Dorf Jabang im westafrikanischen Gambia war es eine Sensation: Der neue Kindergarten, erbaut vom Verein "Kindergarten Linden in Gambia - Partner für Afrika e.V.", erhielt elektrisches Licht. Der Einsatz eines Solarmoduls machte diese Premiere möglich. Lang war der Weg von der Zusage der Spende, die Bestellung über den Fachhandel bis zur Aufstellung der Solarstrommodule und die damit verbundene nachträgliche elektrische Installation in den Räumen des Kindergartens. Schon im Juli des vergangenen Jahres gingen die Solarzellen mit dem Ständerwerk, sechs Batterien, mehrere elektrische Schaltschränke und viele Meter Erd- und Feuchtraumkabel in einem Container auf Seereise gen Süden. Ein zwei Meter hoher Zaun zum Schutz der Anlage gehörte ebenfalls zum Inhalt des Behälters. Als im vergangenen September der zweite Bauabschnitt des Kindergartens übergeben wurde, gehörten zur Bauabnahme auch die Fundamente für die Solaranlage und für den Zaun sowie ein Schalthaus. Von hier aus werden die Gebäude mit Strom versorgt. In den Abend- und Nachtstunden übernehmen sechs Batterien, die am Tage aufgeladen werden, die Stromversorgung. Zehn Solarstrommodule, mit zehn Grad Neigung installiert, spenden 1000 Watt. Ihre Lage ist flacher als in Europa, und sie sind in Ost-West-Achse ausgerichtet. Denn die Sonne steht in Äquatornähe in einem anderen Winkel am Himmel. Zum Einsatz kommen gespendete Energiesparlampen. Noch sind nicht alle Gebäude angeschlossen, die Zeit reichte nicht aus. Drei Vereinsmitglieder haben in vierzehn Tagen die Anlage aufgestellt und Kindergartenräume elektrisch nachgerüstet. Im freien Handel wird eine solche 1-KW-Solaranlage für rund 7500 Euro angeboten. In den Abendstunden werden jetzt im Kindergarten Jabang Nähkurse für Dorfbewohner angeboten. Zehn gespendete, fußbetriebene Nähmaschinen aus Bochum stehen zur Verfügung. Das Interesse ist groß, jedoch reichen die Nähmaschinen nicht aus. Einigen Frauen wird als Ersatz das Stricken vermittelt. Hierfür sucht der Verein noch Stricknadeln und Wolle. Info bei Familie Feller, Tel. 470635. |